Sonntag 7.9.2014  6h, Treffpunkt ARAL-Tankstelle in Kressbronn im Dunkeln

Alle sind pünktlich da, deshalb pünktliche Abfahrt.

Graziano mit Lucia, Ferrari. Nico mit Hanne, Citroen. Sigi mit Bea, Toyota

Peter mit Ruth, MB. Martin mit Nicole, Ferrari. Brigitte. Jo Sauerborn. Gebhard, Ferrari. Bernd. Herbert, Porsche.

Autobahn Österreich über Arlberg Tunnel, bis erste Raststation Tankstelle vor Innsbruck.  Vor Brenner noch Auftanken, weil’s billiger ist als in Italien.

In der Nähe von Bozen an Raststätte der erste italienische Espresso oder Cappuchino.

Rast in Affi, Autobahn Richtung Venedig, auf Höhe Padua Ausfahrt nach Bologna, Kurze Fahrt auf Autobahn Richtung Bologna, dann hinter Graziano her bis zu einem Haltepunkt wo wir von Lucias Bruder Pepi abgeholt werden, Begrüßung, dann noch ca 20 km bis Correzzola. Ort mit ca 5500 Einwohner., gegründet 1100,

Empfang vor der Einfahrt zum Hotel durch einige Bewohner und auch Freunde von Lucia , die in dieser Gegend aufgewachsen ist. Einfahrt in die Anlage, Einweisung  der Fahrzeuge, die drei Ferrari natürlich vorne. Hotel La Corte, alte Klosteranlage. Teilweise restauriert, im Besitz der Gemeinde. Ein Teil Hotel, betrieben von Lucia, einer Nichte von  Lucia Sterzai.  In einem Teil ist das Rathaus, die Verwaltung von Correzzola untergebracht. Der Rest der Anlage ist in Privatbesitz, teilweise restauriert, ein Teil verfällt. Schade, aber die Kosten sind gewaltig.

Beziehen der Zimmer. Sehr schön, altes Gemäuer mit Natursteinboden und mächtigen Deckenbalken im EG in 4m Höhe. Bad mit moderner Ausstattung.

Erstes Getränk im Freien. Im Innenhof hat eine Gruppe des Ortes, u.a. auch Freunde von Lucia, ein „Dorfleben von Früher“ aufgebaut. In alter Tracht wird Handwerkskunst praktisch vorgeführt.

Barbier, Schuhmacher, Besenmacher, Wäscherinnen,  Bäcker, Drechsler, Stickerei.

In einem Teil der Anlage ist ein Museum untergebracht. Eine siebenundachzigjährige Lehrerin erklärt die Geschichte des Ortes und des Klosters. Graziano bemüht sich um die Übersetzung ins Deutsche. Ergibt mit Hilfe von Nebenübersetzern ein „liebevolles italienisches Chaos“. Aber das Wichtigste bekommen wir mit. Dank hier an Graziano !

Die Damen der Dorfgemeinschaft bereiten inzwischen das Essen vor. Es gibt einen traditionellen Vorspeisenteller, dann ein vorzügliches Risotto, zur Hauptspeise grüne Bohnen, verschiedene Fleischsorten mit dort selbstgebackenem Brot, und ein Dessert. Der Wein aus der Gegend darf nicht fehlen. Die Dorfgemeinschaft nimmt am Essen teil. Danach wird gesungen, besonders die Damen stimmen bekannte italienische Lieder Peter Stähle mittendrin. Rundherum ein schöner Abend. Der Bürgermeister ist auch anwesend und bekommt von Graziano unser Gastgeschenk, einen Zeppelin, überreicht.

Nächster Tag, mit dem Kleinbus nach Piove di Sacco, von dort mit dem Zug ca 40 Minuten nach Venedig, der Schaffner ist ein Neffe von Lucia.  In Venedig aus dem Bahnhof und dann wohin das Auge reicht, Menschen, Menschenmassen. Jeder will einmal im Leben Venedig sehen. Pepi, der Bruder von Lucia und dessen Frau, führen uns durch die Strassen, das heisst, wir werden vom Menschenstrom mitgetragen. Für die Damen natürlich ein Muss, die am Wegrand liegenden Läden mit Waren aller Art, zu neunzig Prozent Billigware aus Fernost, „passend zu Venedig“. Zwischendurch Rast mit „Stehpizza“. Am Markusplatz Pause zum Eisessen, An Besichtigung eines der schönen Gebäude ist nicht zu denken, die Menschenschlagen davor sind zu groß. Besichtigung der Seufzerbrücke, und dann „ zum Erholen“ mit dem Schiff auf dem Canale Grande zurück zum Bahnhof. Dort warten wir, schon im Zug, auf Martin Nicole und Bea, es reicht gerade noch vor der Abfahrt . Abends Essen in einem Lokal ganz in der Nähe des Hotels. Am Morgen dann die Verabschiedung von der Betreiberin mit Töchtern  

Nico ist jetzt der Führer. Er führt uns über Bassano del Grappa in die Berge nach Fiera di Primiero. Dort Ankunft um ca 14 h. Einchecken im Hotel Isolabella. Mit Tiefgarage, das heisst, unsere wertvollen „Schätzchen“  sind gesichert über Nacht. Rundum die Sicht auf die Dolomiten, wechselndes Wetter, Sonne, leichter Regen, Gewitter, alles was die Berge bieten. Nachmittag Ausruhen, teilweise im Bett, teilweise im Wellnessbereich des Hotels. Abends Menue im Hotel. 

Nächster Morgen Führungswechsel an Sigi, da Nico und Hanne wegen eines Todesfalles in der Familie dort bleiben. Sigi führt uns über San Martino di Castrozza zum Rollepass , knapp 2000 m hoch, Dann über Predazzo, Cavalese nach Bozen. Von dort Richtung Meran zum Reschenpass. Oben am versunkenen Kirchturm immer noch in der Sonne Mittagsrast. Dann setzt der Regen ein und wir machen uns auf die Heimfahrt über Landeck und den Arlbergtunnel .

Ein schöner Ausflug geht zu Ende. Ein ganz besonderer Dank geht an Lucia, die den Aufenthalt in Correzzola so hervorragend organisiert hat, Graziano als Dolmetscher in allen Situationen und Nico für die Organisation der Dolomitentour.

Fotos: Bernd, Martin, Peter, Sigi und Herbert. Text: Herbert ( die Worte über den Venedig Besuch sind meine persönlichen Empfindungen )